Herzlich willkommen am Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW)
Das IAW ist ein unabhängiges Forschungsinstitut an der Universität Tübingen. Das IAW-Team forscht zu wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen.
Viele Forschungsprojekte haben zum Ziel, fundierte Grundlagen für wirtschaftspolitische Entscheidungen zu erarbeiten.
Wie Leistungsbeziehende die Grundsicherung wahrnehmen.
Die meisten der Arbeitslosen, die Leistungen der Grundsicherung erhalten, sind mit den Jobcentern und ihren Fachkräften grundsätzlich zufrieden. Dies zeigt eine Studie des IAW und des SOKO Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung auf Basis einer Befragung mit ca. 1.000 Leistungsbeziehenden im Alter von 25 bis 50 Jahren, die seit mindestens einem Jahr Bürgergeld bzw. Grundsicherung beziehen. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass zwei von fünf Befragten die Unterstützung durch die Jobcenter als nicht ausreichend beurteilen.
In Tiefeninterviews mit 20 Leistungsbeziehenden geht die Studie den Ursachen und Folgen dieser Einstellungen nach. Es zeigt sich, dass die Zufriedenheit mit den Leistungen des Jobcenter durch die Erfahrungen im Beratungs- und Vermittlungsprozess des Jobcenters geprägt wird – beispielsweise durch die Mitgestaltung des Beratungsprozesses oder die Gewährung passender Qualifizierungen oder negativ durch die Erfahrung von Leistungskürzungen. Zugleich ist die Zufriedenheit ein zentraler Wirkhebel für die Integration in den Arbeitsmarkt.
Die Studie empfiehlt eine stärkere Berücksichtigung von arbeitsmarktfernen Leistungsbeziehenden und eine höhere Effizienz der Vermittlungsprozesse, insbesondere durch digitale Verwaltungsverfahren.
Zu seinem 100. Geburtstag erinnert der Vorstand des IAW e.V.an seinen langjährigen Vorstandsvorsitzenden (1979 – 2003 und Ehrenvorsitzenden (2003 – 2006). Norbert Kloten, seit 1976 Präsident der Landeszentralbank in Baden-Württemberg, übernahm den Vorstandsvorsitz in der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW e.V.), dem Trägerverein des Instituts, als Nachfolger von Prof. Dr. Otto Pfleiderer (früher ebenfalls LZB-Präsident). Trotz vielfältiger anderer Verpflichtungen war er in diesen Jahren ein äußerst aktiver Berater, Förderer und Gestalter des Instituts. Mit der Verschmelzung der GAW und des IAW, einer neuen Satzung und einer neuen Gremienstruktur im Jahre 2003 gestaltete er die Plattform für die zukünftige Entwicklung des Instituts. Bereits 2001 hatte er die Rolle des Vorsitzenden an die nächste Generation übergeben, blieb dem Vorstand aber nicht nur als Mitglied treu, das Kontinuität und Rat verkörpert, sondern als jemand, der bis zu seinem Tod im Jahr 2006 in die Details involviert blieb.
„Rechtlich gleichgestellt – praktisch benachteiligt?“ Unter diesem Titel hat das IAW gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für berufliche Bildung (fbb) und dem SOKO-Institut die Situation der EU-Zugewanderten in Deutschland analysiert.
Die Studie entstand im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Sie untersucht die Gründe für Zu- und Abwanderung von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern, analysiert zentrale Hürden im Alltag und Arbeitsleben trotz formaler Gleichstellung und leitet daraus Ansatzpunkte für bessere Teilhabe und faire Arbeitsbedingungen ab.
Die Ergebnisse der Studie wurden am 3. März 2026 in Anwesenheit von Staatsministerin Natalie Pawlik in der Vertretung der EU-Kommission in Berlin vorgestellt.
Die Schattenwirtschaft wird in Deutschland auch im Jahr 2026 ihren längerfristig zunehmenden Trend fortsetzen. Wichtigste Ursachen sind das schwache Wachstum der offiziellen Wirtschaft und die zunehmende Arbeitslosigkeit.
Nach den neuen Ergebnissen einer Prognose durch Professor Friedrich Schneider (Universität Linz) und das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) wird der Umfang der Schattenwirtschaft nominal auf 538 Mrd. Euro zunehmen. Dies ist ein Anstieg um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Preisbereinigt beträgt die Zunahme 2,8 Prozent. Das Verhältnis der prognostizierten Schattenwirtschaft zum gemessenen Bruttoinlandsprodukt (BIP) nimmt leicht von 11,4 auf 11,6 Prozent zu.
Investitionen und Innovationen sorgen für Beschäftigungswachstum und einen höheren Bedarf an gut qualifizierten Arbeitskräften im Land.
Im Auftrag der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit hat das IAW in einer neuen Studie die Auswirkungen von Investitionen und Innovationen auf die Beschäftigungsentwicklung und Qualifikation der Beschäftigten in Baden-Württemberg im Zeitraum 2008 bis 2023 untersucht.
Die wichtigsten drei Ergebnisse der neuen IAW-Studie sind:
Zwar sinkt der Anteil der Betriebe, die investieren, zwischen 2008 und 2023 von über 60 auf unter 50 Prozent. Positiv ist aber, dass über die Hälfte der Betriebe, die investieren, Erweiterungsinvestitionen tätigen und damit auf Wachstum setzen.
Zwar setzen die innovierenden Betriebe insbesondere auf Produkt- und Prozessverbesserungen – und weniger auf Wachstum steigernde neue Produkte oder Märkte. Positiv ist aber, dass der Anteil der Betriebe mit Innovationen zwischen 2008 und 2023 von knapp 40 auf rund 50 Prozent steigt. Die Industrie ist besonders innovationsfreudig und engagiert sich überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung.
Investitionen (insbesondere Erweiterungsinvestitionen) und Innovationen (insbesondere Produktinnovationen) sorgen dafür, dass der Bedarf an Fachkräften steigt.
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Wirkungsanalysen und prozessbegleitende Evaluationen von Maßnahmen bilden im Bereich Arbeitsmarktpolitik die Schwerpunkte des IAW. Untersucht werden ferner die Effekte von gesetzlichen Regulierungen auf den Arbeitsmarkt.
Der demographische Wandel, der Fachkräftemangel und die zunehmende Ungleichheit der Markteinkommen sind zentrale Herausforderungen für die sozialen Sicherungssysteme. Unsere Forschung konzentriert sich auf die Bereiche Armut und Reichtum, soziale Mobilität, Rehabilitation und Renteneintritt sowie Arbeitsbedingungen in der Pflege.
Das IAW engagiert sich im Bereich der Bildungsforschung. Hierbei liegen die Schwerpunkte auf den Übergängen zwischen Schule und Beruf, auf der Entwicklung von Aus- und Weiterbildung, den Digitalisierungsprozessen im Bildungsbereich sowie auf den Bildungsrenditen.
Das IAW fühlt sich dem Land Baden-Württemberg und seiner wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eng verbunden. In vielen Forschungsprojekten werden aktuelle Herausforderungen, Chancen und Risiken der Unternehmen und Beschäftigten in den Branchen und Regionen des Landes beleuchtet.
Das IAW untersucht die Bedeutung des Außenhandels und der Migration für Einkommen und Beschäftigung in Baden-Württemberg bzw. Deutschland. Dabei geht es insbesondere um internationale Handelsabkommen sowie um die Integration von Güter- und Arbeitsmärkten im Rahmen der Europäischen Union.
Aufgrund des demographischen Wandels gewinnen die Themen Migration und Integration verstärkt an Bedeutung. Quantitative Fragen nach Formen der Steuerung der Zuwanderung und qualitative Fragen nach Kriterien erfolgreicher Integration werden daher für die Volkswirtschaft zunehmend bedeutsam.